Fischereiverband Oberbayern e.V.

Verband für Gewässer- und Artenschutz

Dauerthema Schwarzfischen

Bild: Dauerthema Schwarzfischen

Essen - 500 Euro Geldstrafe für Angeln im Rhein-Herne-Kanal


München, 24. November 2015

Der Fischereiverband Oberbayern bemüht sich seit geraumer Zeit, bei den Strafverfolgungsbehörden auf eine konsequentere Ahndung von Fischwilderei und Fischdiebstahl hinzuwirken.

Leider sieht die Praxis bisher so aus, dass die Staatsanwälte in den allermeisten Fällen die Verfahren einstellen, entweder „wegen geringer Schuld“ oder „mangels öffentlichen Interesses“. Für die Fischereivereine, die von diesem Phänomen zunehmend betroffen sind, ist diese Haltung der Strafverfolgungsbehörden schwer nachvollziehbar.

Der Fischereiverband Oberbayern sammelt und dokumentiert deshalb diese Fälle, um zusammen mit dem Landesfischereiverband Bayern auf eine Änderung hinzuwirken.

Zu den Gegenmaßnahmen gehörte auch eine Nachschulung unserer engagierten Fischereiaufseher, damit die Verfahren nicht wegen mangelhafter Anzeigenerstattung eingestellt werden können. Leider hat auch das bisher nicht die gewünschte Wirkung gezeigt.

Der Verband hat die Fischereiaufseher bei verschiedenen Informationsveranstaltungen trotzdem ermuntert, in ihren Bemühungen, Fischwilderei und Fischdiebstahl einzudämmen, nicht nachzulassen, und zwar aus folgendem Grund: Wird ein Schwarzfischer zum Wiederholungstäter, droht in jedem Fall eine Bestrafung.

Dass die rechtliche Praxis nicht in allen Bundesländern gleich gehandhabt wird, belegt nachfolgender Artikel, auf den wir in der WAZ aufmerksam geworden sind. Dort wird berichtet, dass ein Schwarzfischer zu einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt wurde, obwohl er noch keinen Fisch gefangen hatte.

WAZ Artikel vom 22.11.2015 - 500 Euro Geldstrafe für Angeln im Rhein-Herne-Kanal  

Text:
Michael Seeholzer




Veröffentlicht durch
Thomas Schiffler
am 24.11.2015



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