Fischereiverband Oberbayern e.V.

Verband für Gewässer- und Artenschutz

Wieder gefälschte Fischereischeine aufgetaucht

Bild: Wieder gefälschte Fischereischeine aufgetaucht

Unbefriedigende Situation

München, 13. Januar 2016

Nach wie vor werden in Oberbayern immer wieder gefälschte Fischereischeine vorgelegt, wenn Angler Erlaubnisscheine für Gewässer erwerben wollen. Jüngste Fälle wurden von einem Münchner Fischereiverein festgestellt. Dort waren zwei offensichtliche Fälschungen vorgelegt und von Vereinsmitgliedern als solche erkannt worden. Ihre Herkunft ist ungeklärt.

„Die Situation ist nach wie vor unbefriedigend“, sagt PHM Wolfgang Gamperling von der Verkehrspolizeiinspektion Weilheim, der in Oberbayern vor den Fischereiaufsehern des Fischereiverbandes Oberbayern zwei Informationsveranstaltungen durchgeführt hat. Die Fischereiaufseher wurden geschult, um Fälschungen von echten Fischereischeinen schnell und sicher unterscheiden zu können. „Welche Merkmale das sind, können wir aus ermittlungstaktischen Gründen nicht kommunizieren“, sagt Gamperling.

Die Fischereiaufseher kennen diese Merkmale jedoch genau. Inzwischen seien die Ermittlungen in dieser Angelegenheit der Kriminalpolizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen übertragen worden. Der Fischereiverband Oberbayern hat sich im Zusammenhang mit dem wiederholten Auftauchen von Fälschungen an die Staatsanwaltschaft München II gewandt und um nachdrückliche Ermittlungen gebeten, bestätigt Präsident Franz Geiger.

Die Mitgliedsvereine des Fischereiverbandes Oberbayern sind sensibilisiert. Bei der Ausgabe von Erlaubnisscheinen sind sie angehalten, die Echtheit der Fischereischeine genau zu überprüfen. Aus welcher Quelle die Falsifikate stammen, konnte bislang nicht geklärt werden. Nach den beiden Informationsveranstaltungen schien es, als würden der oder die unbekannten Täter vorsichtiger werden – bis eben jetzt wieder zwei falsche Fischereischeine aufgetaucht waren. Die Ermittlungen dauern an.

Weiterer Bericht in der nächsten Ausgabe von Bayerns Fischerei und Gewässer (1. Quart. 2016).


Text:

Michael Seeholzer
geschäftsf. Vizepräsident





Veröffentlicht durch
Thomas Schiffler
am 13.01.2016