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Angelfischerei und Vogelgrippe

Fischereiverband Oberbayern gibt Antworten auf vier oft gestellte Fragen

Kann man an Gewässern, an denen tote Wasservögel gefunden werden, noch bedenkenlos angeln?

 

Ja. Die Vogelinfluenzaviren sind durch die Evolution an eine Körpertemperatur von Säugern und Vögeln angepasst. Nur unter diesen Bedingungen vermehren sie sich. Da Fische wechselwarm sind und Wassertemperaturen bei uns derartige Temperaturen nie erreichen, ist eine Virusvermehrung nicht möglich.

 

Kann man geangelte Fische überhaupt noch essen?

 

Eine Kontamination der gefangenen Fische äußerlich (beim Anlanden in Verbindung mit Vogelkot von Enten, Schwänen und Gänsen im Uferbereich) oder innerlich (im Magen-Darmtrakt, weil Fische Vogelkot gefressen haben) ist zwar denkbar, eine Gefährdung des Menschen aufgrund der sehr starken Verdünnung durch das Wasser oder durch Entfernung der Eingeweide bei der Schlachtung der gefangenen Fische sowie der Erhitzung vor dem Verzehr ist aber auszuschließen.

 

Wie gefährlich ist der Vogelkot im Uferbereich, mit dem unsere Stiefel in Berührung kommen?

 

Stiefel und Angelgerät sollten am Gewässer gründlich gereinigt werden.

 

Sollen wir tote Wasservögel selbst aus dem Wasser bergen?

 

Die bayerische Veterinärverwaltung empfiehlt grundsätzlich, die Bergung kranker und toter Vögel den zuständigen Behörden zu überlassen, die mit angemessener Schutzkleidung die Tiere ordnungsgemäß entsorgen. Nur die Ansammlungen gleichzeitig erkrankter Vögel sollen gemeldet werden.

Man sollte die Tiere jedoch nicht mit bloßen Händen anfassen!

 

© Copyright Fischereiverband Oberbayern e.V.