Hintergrundbild FVO4

 

Wir bedanken uns

bei

 

Counter / Zähler

 

Besuchern auf

unserer Seite

 

Logo

Geschäftsstelle: Nymphenburgerstr. 154/II, Karl-Albrecht-Hof, 80634 München, Tel.: 089 / 16 35 13  Fax: 089 / 13 18 60

 

Berufsfischer brauchen Nebenerwerb

Vorsitzender Willi Ernst gibt sein Amt in jüngere Hände - Nachfolger ist Robert Kneidl

 

Ein genaues Bild für die Berufsfischerei zeichnete Vorsitzender Willi Ernst bei der Jahreshauptversammlung des Verbandes der oberbayerischen Berufsfischer und Seenbesitzer anlässlich des Oberbayerischen Fischereitags in Chieming. “Die Berufsfischerei wird sich auf Dauer ohne Nebenerwerb nicht mehr halten können”, blickte er pessimistisch in die Zukunft. Das Problem für die Berufsfischer sei dabei, dass sie einen Nebenerwerb in unmittelbarer Umgebung finden müssten. “Der darf nicht in der Stadt liegen.” Einnahmen müssten am See erzielt werden können, sonst bedeute das auf längere Sicht den Verlust des Fischereibetriebes. Ernst stellte sich bei der fälligen Neuwahlnicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung und wollte sein Amt in jüngere Hände legen. Für ihn als Vorsitzender gewählt wurde Robert Kneidl. Stellvertreter sind Martin Greinwald und Manfred Kneidl jr. Als Kassier wurde Martin Dinzl, als Schriftführer Klaus Bischl im Amt bestätigt. Zu neuen Revisoren bestimmt wurden Florian Kirchmeier und Josef Kraller. Als Beisitzer fungieren Thomas Lex, Bernhard Ernst, Hans Strobl sowie Willi Ernst. Den Fachvortrag hielt der Fischereifachberater Uli Wunner zum Thema Renkenfischerei, die an vielen Seen Oberbayerns mit den Haupterwerb der Berufsfischer bildet. Allgemein, so berichtete Wunner, gehe das Wachstum der Renken zurück. “Mit Sicherheit sind nicht alle Ursachen dafür bekannt”, so der Fachmann vorsichtig. Eine Ursache sei, dass mit fortschreitender Reinigung der Einleitungen in die Gewässer auch der Nährstoffgehalt im Wasser abnehme. Nachholbedarf sah Wunner, was die Präsenz der Berufsfischer in den Medien betreffe. Sie müssten sich selbst aktiver darstellen. Entwarnung konnte der Fachmann geben, was die Dioxinbelastung in den oberbayerischen Aalen betrifft. Die Schadstoffbelastung liegt weit unter den Grenzwerten. “Die Verkehrsfähigkeit unserer Aale ist nicht gefährdet”, informierte Wunner. Abschließend verwies er noch auf einen Auswuchs von Bürokratie: Am Starnberger See hatte ein Berufsfischer seinen Räucherofen auf einen anderen Platz in seinem Grundstück versetzt. Jetzt forderten die verantwortlichen Amtsstellen einen kaum zu bezahlendes Emissionsgutachten. Dr. Klein vom Institut für Fischerei in Starnberg informierte die Berufsfischer, dass sie sich demnächst wohl auf eine Zulassungspflicht für Betriebe einrichten müssten, die ihre Fische selbst vermarkten. Nicht betroffen seien dabei vermutlich diejenigen Fischer, die hauptsächlich Hausverkauf betreiben würden oder 30 Prozent ihrer Ware “grün”, also maximal ausgenommen und geputzt aber nicht filetieret oder geräuchert vermarkten würden. Der neu gewählte Vorsitzende Robert Kneidl dankte dem scheidenden Vorsitzenden Willi Ernst zum Schluss der Versammlung unter dem Applaus der Anwesenden für seinen langjährigen und engagierten Einsatz und seine erfolgreiche Tätigkeit.

 

 

© Copyright Fischereiverband Oberbayern e.V.