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Fischer sind Teil unserer Kultur und unserer Heimat

Der Fischereitag 2009 in Chieming am Chiemsee war eine eindrucksvolle Demonstration oberbayerischer Fischertradition

 

Vereine aus dem Umland beteiligten sich mit ihren zahlreichen Fahnenabordnungen am Kirchenzug. Leider konnte die Messe nicht am Seeufer abgehalten werden.

Pünktlich einsetzender Regen zwang die Festgemeinde zum Ausweichen in die örtliche Pfarrkirche, wo Präsident Alfons Blank im Rahmen eines Gedenkgottesdienstes die Namen der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder des Fischereiverbandes Oberbayern verlas.

Fischereitag 2009-01

Pünktlich zum Festzug mit zahlreichen Fahnenabordnungen setzte der Regen ein Mitte v.l.: Bezirkstagspräsident Josef Mederer, der Präsident des Fischereiverbandes Oberbayern, Alfons Blank, und sein geschäftsführender Stellvertreter Michael Seeholzer, Foto: Egner

Bei der vorangegangenen Arbeitstagung der Vereinsvorstände zeichnete Blank ein Bild der aktuellen Situation der Fischerei im Regierungsbezirk und erwähnte dabei die neue Allgemeinverfügung zur Kormoranregulierung.. Der Versammlung konnte er unter dem Beifall der Anwesenden mitteilen, dass gerade am Chiemsee in einem sehr belasteten Alzabschnitt die Regulierung erheblich gelockert wurden. Im Rahmen einer Pressekonferenz hatte Vizepräsident Michael Seeholzer noch einmal auf die Notwendigkeit besserer Regulierungsmöglichkeiten hingewiesen. Ein Anliegen, das von den Medien im südostbayerischen Raum breit in ihre Berichterstattung aufgenommen wurden. Am Chiemsee habe der Fischereiverband Oberbayern ein einmaliges Artenschutzprojekt durchgeführt, dass die Erhaltung des Perlfisches zum Inhalt hat. Zu hohe Kormoranpopulationen würden den Erfolg dieser Aktion wieder in Frage stellen, so Seeholzer. In seinem Tätigkeitsbericht gab Vizepräsident Helmut Trinkberger einen kurzen Überblick über die zahlreichen Stellungnahmen, die der Fischereiverband Oberbayern im Rahmen von Anhörungen der Träger öffentlicher Belange abgegeben hatte. Für seine Verdienste für die Fischerei in Oberbayern erhielt Hauptausschussmitglied und Landkreisbeauftragter für den Landkreis Traunstein, Josef Haiker, die Ehrenmeaille des Verbandes in Silber. Bei der Festtagung im Saal des Unterwirt in Chieming würdigte Landtagspräsident a. D. Alois Glück die Fischerei als “Teil unserer Kultur und unserer Heimat” in einer Zeit, in der die Begriffe Tradition und Heimat wieder an Bedeutung gewännen.

Fischereitag 2009-003

Landtagspräsident a. D. Alois Glück beim Oberbayerischen Fischereitag: “Die Fischerei ist Teil unserer Kultur und unserer Heimat”

“Die Oberbayerischen Fischer leisten der jungen Generation damit einen großen Dienst” so Glück. Denn für junge Menschen sei es enorm wichtig, einen inneren Zugang zur Natur zu finden. “Die Fischer sollen ihre Erfahrung in die öffentliche Diskussion einbringen”, forderte Glück die Versammlung auf, weiterhin Flagge zu zeigen. Die bayerische Kulturlandschaft sei der der Lebensraum der hier lebenden und wohnenden Menschen und nicht nur Wirtschaftsraum. Das Genpotential der heimischen Fischarten müsse erhalten bleiben, so Glück sinngemäß.

Präsident Blank nutzte den Oberbayerischen Fischereitag, um einmal mehr auf die Schattenseiten der Wasserkraft hinzuweisen. Blank sagte: “Wir richten klare Forderungen an Politik und Kraftwerksbetreiber: Wir wollen nur naturverträgliche Wasserkraftwerke mit ausreichenden Restwassermengen und funktionsfähigen Fischwanderhilfen. Wir brauchen die Längs- und Quervernetzung der Gewässer. Wir fordern die Verminderung der durch Stauung hervorgerufenen Eingriffe in die Gewässerbettdynamik sowie als Ausgleich strukturverbessernde Maßnahmen. Wir wollen keine neuen Wasserkraftanlagen an unberührten Flusssystemen, weil von diesen unberührten Habitaten eine Wiederbesiedlung unserer Flüsse mit einheimischen Fischarten ausgehen kann. Und es kann sein, dass wir das einmal dringend brauchen werden, zur Erhaltung des genetisch gut an unsere Gewässer angepassten Fischbestandes.” Blank forderte in diesem Rahmen an der Ammer den Erhalt der letzten freien naturnahen Fließgewässerstrecken und kündigte Widerstand an gegen den “ökonomisch wie ökologisch vollkommen sinnlosen Bau von Kleinstkraftwerken.” Daran bestehe keinerlei öffentliches Interesse, sie seien ineffizient und zerstören mehr Natur, als sie der Natur gutes tun würden durch die Vermeidung von CO2

 

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