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Vergrämungstage im Januar und Februar

 

An die Vorsitzenden der Kreisgruppen im Landesjagdverband Bayern:

 

Der Fischereiverband Oberbayern möchte sich zur Jahreswende einmal ganz herzlich bedanken für die Unterstützung, die wir durch ihre Kreisgruppe und die vielen Jäger, die ihr angehören, im vergangenen Jahr erhalten haben. Fischer und Jäger sitzen buchstäblich in einem Boot, wenn es um die Erhaltung unserer gemeinsamen Interessen geht. Das werden vor allem auch diejenigen unter ihnen bestätigen können, die sich nicht nur für die Jagd interessieren, sondern sich auch dem „nassen Waidwerk“ verschrieben haben. Die jüngste Vergangenheit hat uns allen gezeigt: Wenn sich Fischer und Jäger nicht auseinander dividieren lassen, dann können sie etwas bewirken. Zusammen sind wir viele.

 

Dieser Einsicht folgend, wurden für die beiden Samstage, 22. Januar und 12. Februar 2005, revierübergreifende Vergrämungstage für den Kormoran in Bayern angesetzt. Wir bitten die Jäger ihrer Kreisgruppe hiermit noch einmal, an dieser Vergrämungsaktion zahlreich teilzunehmen, denn sie ist für die Fischerei in Oberbayern eine Frage des Überlebens.

 

Viele Jahre schon fordert der Fischereiverband Oberbayern eine europäische Lösung des Kormoranproblems. Herausgekommen ist dabei nichts, sieht man einmal davon ab, dass der Kormoran aus dem Anhang der europäischen Vogelschutzrichtlinie gestrichen wurde. Das heißt: Der schwarze Fischräuber hat keinen Gefährdungsstatus mehr. Unsere heimischen Fischarten hingegen sehen weiterhin einem Siechtum entgegen, wenn sich am Fraßdruck durch fischfressende Vögel in Oberbayern nicht schnellstens etwas ändert. 80 Prozent der einheimischen Fischarten sind in ihrem Bestand akut gefährdet. Wer sich dieses Missverhältnis vor Augen führt, kann sicher ermessen, mit welcher Erwartung wir an diese Vergrämungstage herangehen, von denen wir uns eine entscheidende Verbesserung erwarten.

 

Denn eines steht fest: Die Zusammenarbeit der Jäger und Fischer gewährleistet wie schon in der Vergangenheit die Erhaltung der Natur unter und über Wasser, ganz pragmatisch, ohne ideologische Modeströmungen, über die Jahrhunderte hinweg. Davon zeugen viele Jäger- und Fischerfamilien, die eine lange Tradition pflegen und das hoffentlich auch weiterhin tun können.
 

Ich bitte Sie: Helfen Sie mit!

 

Alfons Blank
Präsident des Fischereiverbandes
Oberbayern

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